Raumakustik für den Proberaum der Stadtkapelle Weißenhorn
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Musikverein · Proberaum · Weißenhorn
Raumakustik für den Proberaum der Stadtkapelle Weißenhorn
Wenn rund 35 bis 50 Musikerinnen und Musiker gemeinsam proben, stellt der Raum hohe Anforderungen an die Akustik. Frankustika entwickelte für die Stadtkapelle Weißenhorn eine schrittweise erweiterbare Wandlösung, abgestimmt auf Raum, Besetzung, Gestaltung und Budget.

Das Projekt auf einen Blick
- Projekt
- Proberaum der Stadtkapelle Weißenhorn
- Standort
- Weißenhorn im Landkreis Neu-Ulm
- Raumgröße
- 9 × 7,50 × 3,40 Meter
- Grundfläche
- 67,5 Quadratmeter
- Raumvolumen
- rund 229,5 Kubikmeter
- Besetzung
- etwa 35 bis 50 Musikerinnen und Musiker
- Hauptthemen
- Nachhall und hohe wahrgenommene Lautstärke
- Frankustika-Leistung
- Vor-Ort-Beratung, Planung der Verteilung, Angebot und Lieferung
- Akustikelemente
- 30 ANNA-Wandabsorber, jeweils 100 × 50 Zentimeter
- Gestaltung
- individuelle Kombination aus 18 verfügbaren ANNA-Stofffarben
- Montage
- Eigenleistung der Stadtkapelle
- Nächster Schritt
- ergänzende Deckensegel geplant
Ein Proberaum für Holz, Blech und Schlagwerk
Die Stadtkapelle Weißenhorn gehört zum Allgäu-Schwäbischen Musikbund, Bezirk 9 Neu-Ulm. In ihrem Proberaum treffen Holzbläser, Blechbläser und ein umfangreiches Schlagwerk zusammen. Je nach Probe nutzen ungefähr 35 bis 50 Musikerinnen und Musiker den rund 230 Kubikmeter großen Raum.
Eine solche Besetzung erzeugt viel Schallenergie. Gleichzeitig müssen Einsätze, Ansagen und die anderen Register im Raum wahrnehmbar bleiben. Die Aufgabe bestand deshalb nicht darin, den Proberaum einfach möglichst stark zu bedämpfen. Gefragt war eine Lösung, die zur tatsächlichen Nutzung, zu den verfügbaren Flächen und zum finanziellen Rahmen der Stadtkapelle passt.
Dabei ging es um die Raumakustik innerhalb des Proberaums. Diese ist von baulichem Schallschutz zu angrenzenden Räumen oder nach außen zu unterscheiden.

Nachhall und Lautstärke als Ausgangspunkt
Vor der Umsetzung waren die Wände noch nicht mit ANNA-Absorbern ausgestattet. Während der gemeinsamen Proben wurden insbesondere der Nachhall und die Lautstärke im Raum als schwierig wahrgenommen. In geringerem Umfang betraf das auch das gegenseitige Hören sowie die Verständlichkeit von Ansagen und Dirigat.
Gerade bei einer wechselnden Besetzung lässt sich ein Proberaum nicht sinnvoll nach einem starren Standardpaket behandeln. Instrumentierung, Aufstellung, Raumvolumen und freie Wand- oder Deckenflächen müssen gemeinsam betrachtet werden. Deshalb begann das Projekt mit einem Termin im tatsächlichen Proberaum.

Vor Ort beraten und passend zum Budget geplant
Bei der Vor-Ort-Beratung nahm Frankustika den Raum, seine Nutzung und die möglichen Montageflächen auf. Gemeinsam mit der Stadtkapelle wurden die sinnvolle Anzahl der Elemente und ihre Verteilung auf mehrere Wandbereiche besprochen.
Als erster umgesetzter Baustein wurden 30 ANNA-Wandabsorber im Format 100 × 50 Zentimeter vorgesehen. Zusammen besitzen die Elemente 15 Quadratmeter Frontfläche. Entscheidend war jedoch nicht allein die Fläche, sondern ihre Verteilung im Raum.
Die Lösung wurde so zusammengestellt, dass sie innerhalb des vorgesehenen Budgets realisierbar war und später ergänzt werden kann. Damit blieb die Planung sowohl praktisch als auch ausbaufähig.
30 ANNA-Absorber mit individueller Farbkombination
Für die Gestaltung konnte die Stadtkapelle aus 18 Stofffarben der ANNA-Kollektion wählen. Die gewählte Kombination aus dunklen, grauen, blauen und türkisfarbenen Flächen setzt sich deutlich von den hellen Holzrahmen und weißen Wänden ab.
Die Absorber wurden nicht als geschlossener Block an nur einer Stelle montiert. Sie verteilen sich auf mehrere Wandbereiche des Proberaums. So wird die Akustiklösung zu einem sichtbaren Bestandteil des Raums, ohne den Charakter des Vereins- und Probenraums zu verlieren.

Geliefert und von der Stadtkapelle selbst montiert
Nach der Beratung und Abstimmung lieferte Frankustika die 30 vorgesehenen Elemente. Die Montage übernahm die Stadtkapelle in Eigenleistung. Grundlage waren die Positionen, die zuvor gemeinsam vor Ort besprochen worden waren.
Für Vereine mit eigenen Helferinnen und Helfern kann eine solche Aufgabenteilung eine passende Lösung sein: Frankustika übernimmt Beratung, Zusammenstellung und Lieferung; die Montage kann – wenn Raum, Befestigung und handwerkliche Voraussetzungen passen – durch den Verein erfolgen.
Die Wandlösung steht, Deckensegel sind geplant
Die Rückmeldung nach der Montage war grundsätzlich positiv. Gleichzeitig stellt ein Proberaum mit bis zu 50 Musikerinnen und Musikern, unterschiedlichen Registern und umfangreichem Schlagwerk hohe Anforderungen an die Raumakustik.
Die 30 Wandabsorber bilden daher den ersten umgesetzten Baustein des Konzepts. Als weitere Ergänzung sind Deckensegel geplant. Damit lässt sich die Raumakustik schrittweise weiterentwickeln, ohne dass alle Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden müssen.
Das Projekt zeigt: Eine Akustiklösung kann sich an einem vorhandenen Budget orientieren und trotzdem so geplant werden, dass spätere Erweiterungen sinnvoll anschließen.
Was andere Musikvereine daraus mitnehmen können
Gute Raumakustik für Musikvereine beginnt nicht mit einer pauschalen Stückzahl. Wichtig sind der konkrete Raum und seine Nutzung:
- RaumWie groß und wie hoch ist der Proberaum?
- BesetzungWie viele Musikerinnen und Musiker proben typischerweise und maximal?
- InstrumenteWelche Register und Aufstellungen prägen die Probe?
- AlltagWo werden Nachhall, Lautstärke oder Verständlichkeit besonders schwierig?
- FlächenWelche Wand- und Deckenbereiche stehen zur Verfügung?
- BudgetWelcher Rahmen ist für den ersten Schritt realistisch?
Fotos, Raummaße und eine kurze Beschreibung des Probenalltags reichen häufig für eine erste Einordnung. Danach lässt sich klären, ob eine Beratung auf dieser Grundlage genügt oder weitere Planungsschritte sinnvoll sind.
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Weißenhorn im bayerischen Schwaben: Die Stadt liegt im Landkreis Neu-Ulm. Über Senden ist sie eng mit Ulm und Neu-Ulm verbunden; auch Illertissen und Günzburg liegen im regionalen Umfeld.
Wie klingt Ihr Proberaum heute?
Für eine erste Einordnung reichen Fotos, Raummaße, die ungefähre Besetzungsgröße und eine kurze Beschreibung der schwierigsten Probesituationen.